Ermittler der Polizei haben festgestellt, dass ein Brandbeschleuniger benutzt wurde. EWE-Mitarbeiter fanden heraus, dass die Ursache der Explosion im Gebäude liegen musste.
Der explodierte Elysée-Palast ist aus Ermittlungsgründen abgesperrt. [Bilder: Weiper]
Ostrhauderfehn - Ein Brandstifter hat nach Erkenntnissen der Polizei Leer den Elysée-Palast in Ostrhauderfehn in der Nacht zu Montag zur Explosion gebracht. Laut Poliziesprecher Dirk Fey haben Sachverständige vor Ort festgestellt, dass der Täter einen Brandbeschleuniger benutzt hat.
"Welches Mittel eingesetzt wurde können wir aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben", so Fey. Am Dienstag hatten Feuerwehrleute aus Ostrhauderfehn noch einen letzten Brandherd in einem Schutthaufen gelöscht, so Ortsbrandmeister Ralf Ecken. Dass das Feuer durch Brandstiftung ausgelöst wurde, war da für ihn allerdings noch nicht erkennbar gewesen. Eine Gasexplosion könne aber mittlerweile ausgeschlossen werden.
Gerüchte über mehrere unterschiedliche Brandherde kommentierte er so: "Bei einer Explosion ist es wahrscheinlich, dass es anschließend an mehreren Stellen brennt, weil brennende Teile umherfliegen". Derzeit sei das Unglücksgelände für die Ermittlungen der Kriminalbeamten abgesperrt, so Ecken. "Die Bewohner sind da nur mit Glück einer großen Katastrophe entgangen", urteilte der Ortsbrandmeister.
Fachleute der EWE Netz hatten eigene Ermittlungen angestellt und geklärt, dass keine Gaslecks im Netz zu finden gewesen seien. Die Ursache der Explosion sei daher keinesfalls außerhalb des Gebäudes zu suchen, so EWE-Netz-Sprecher Dr. Karl Hackstette.
Zeitgleich sucht die Polizei nach Unbekannten, die sich kurz nach der Explosion schnell vom Gebäude entfernten. Welche Rolle sie bei dem Unglück spielen, müsse noch geklärt werden, so die Polizei.

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